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Die schwedische Jungfrau

D | 1965 | sw | 89 Min.

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Credits

Regie:
Kurt Wilhelm
Drehbuch:
Ilse Lotz-Dupont, Franz Seitz
Kamera:
Heintz Schackertz, Heinz Pehlke
Schnitt:
Jane Seitz
Musik:
Rolf A. Wilhelm
Darsteller:
Paul Hubschmid, Letitia Roman, Thomas Fritsch, Dieter Borsche
Produktion:
Thalia Film GmbH
Produzent:
Franz Seitz
FSK:
ab 16 J.

Inhalt

Siri Malmgreen, ein junges schwedisches Mädchen, kommt nach Heidelberg, um sich in der deutschen Sprache zu vervollkommnen. Die besorgten Eltern haben ihr einen Brief an Professor Martin Wiegand mitgegeben, einem Freund aus unvergesslichen sommerlichen Urlaubstagen. Martin Wiegand hat den Lehrstuhl für Zoologie und Verhaltensforschung inne. Alle seine jungen Hörerinnen schwärmen für den männlichen Charme des attraktiven Junggesellen, was ihn allerdings gleichgültig lässt. Hoch über der Stadt lebt er mit seinen Büchern, seinen Tieren und einer skurrilen Haushälterin, eine abgesondertes Leben, wie es ihm gefällt. Nur alle acht Tage fährt er nach Frankfurt. Dort besucht er mit schöner Regelmäßigkeit seine Freundin, die schöne Margret Brinkmann, die nach dem Tode ihres Vaters den altberühmten Verlag Brinkmann und Co mit Umsicht und Geschick leitet. Beide verbindet eine wohltemperierte Zuneigung, eines Tages vielleicht werden sie sogar heiraten …

Der Adlatus des Professors, ist ein reizender junger Mann, Philipp Münzinger, dem die Mädchen in Scharen nachlaufen, der selbst aber das Mädchen Barbara liebt, die ihm aber – kein Wunder, nach dem Ruf, den der angehende Don Juan genießt – seine Liebe nicht glauben will. In diese Situation hinein platzt die Siri, die sich mit dem Ungestüm ihres siebzehnjährigen Temperament sofort leidenschaftlich in den Herrn Professor verliebt. Dass er in ihr immer nur ein Kind sieht, dass er anderweitig gebunden, dass er zwanzig Jahre älter ist, spielt für sie keine Rolle. Sie muss und will diesen Mann für sich erobern, und sie bedient sich als Eva daher aller erdenklichen Mittel und Kniffe.

Sie schleicht sich in das Herz der alten Haushälterin, denn diese hat – sehr bald findet Siri das heraus – beim Professor etwas zu sagen. Sie vergrault Margret Brinkmann, sie macht ihn mit Phillipp Münzinger eifersüchtig. Und siehe da, die Festung ist nicht uneinnehmbar. Langsam, langsam gibt der Professor seinen Widerstand auf, langsam erkennt er, dass Siri nicht ein halb flügges Mädchen, sondern eine durchaus erwachsene, bezaubernde junge Frau ist. Als sie gar Hals über Kopf nach Schweden fährt, als sie ihn glauben macht, sie bekommt ein Kind von Philipp, da fährt er ihr unverzüglich nach und erklärt sich als Ritter ohne Furcht und Tadel bereit, sie zu heiraten. Siris Kind wird in ihm einen Vater haben. Triumphierend und glückstrahlend wirft sich Siri an seine männliche Heldenbrust. Sie bekommt kein Kind, gesteht sie ihm, sie kann gar keins bekommen, sie ist eine „schwedische Jungfrau“.